Schnee im Januar
Der Januar hat uns in diesem Jahr nicht nur mit wirklich tiefen Temperaturen von bis zu –12 °C, sondern auch mit Schnee überrascht. Neben dem positiven Effekt, dass dadurch die Wasserreserven im Boden aufgefüllt und besser verteilt werden, haben die winterlichen Temperaturen auch durchaus günstige Auswirkungen auf die Rebstöcke. So tragen tiefe Fröste – sofern sie nicht über einen zu langen Zeitraum anhalten – dazu bei, Schädlinge und Krankheitserreger zu reduzieren. Der Befallsdruck im Frühjahr ist in der Regel deutlich geringer als nach wärmeren Wintern. Doch nicht nur aus pflanzenschutzlicher Sicht sind kalte Winter von Vorteil, auch die Rebstöcke selbst profitieren von der Kälte, da sie einen vollständigen Vegetationsstopp sicherstellt. Dadurch können sich die Reben besser erholen, ohne auf die letzten Reserven im Boden zurückgreifen zu müssen. In der Folge verläuft der Austrieb im Frühjahr meist gleichmäßiger und setzt bei kalten Wintern häufig etwas später ein. Das wiederum verringert das Risiko von Schäden durch Spätfröste im Frühling.
Hoffen wir also, dass dieser Winter einen positiven Einfluss auf den kommenden Jahrgang haben wird.


