SOMMER II.

SOMMER II. – wie befürchtet!

Der Sommer, wie schon in einem vorhergehenden Post einmal geschrieben, hat wirklich quasi im April angefangen und viel Regen ist leider bislang nicht heruntergekommen. Einerseits gut, nach dem extrem feuchten Jahr 2021, aber andererseits brauchen unsere Reben schon a bissle Wasser. Fakt ist, dass die Rebstöcke aufgrund der hohen Temperaturen und dem wenigen Wasser jetzt Ende Juli so ein bisschen die Schnauze voll und gefühlt das Wachstum eingestellt haben – sie haben Trockenstress! Schauen wir mal, wie es weitergeht. Wasser könnte jedenfalls nicht schaden, auch wenn unsere Rebstöcke durch den Trockenstress und die damit einhergehende Verlangsamung der Entwicklung so bisschen die „normale“ Zeitschiene wieder  einholen können…warten wir es ab!

Ein Problem könnte aber werden, man sieht es auf den Bildern mit unserem roten Garanoir, dass möglicherweise bestimmte rote Rebsorten gar nicht vollständig ausreifen werden und somit selbst bei einem späten Lesezeitpunkt noch viele Trauben und Beeren grün und unreif sein könnten.

 

DER GROSSE REGEN – Part II

DER GROSSE REGEN Part II! – Der Juli wurde also auch nicht wirklich besser, im Gegenteil, Starkregen, Nässe und Kälte wurden immer schlimmer – ohne Worte! Das Thema Pero ging also auch im Juli weiter und teilweise so schlimm, dass die Kollegen ihre Weinberge gar nicht mehr richtig bewirtschaften konnten, weil durch den Starkregen die Böden so aufgeweicht waren, dass ein schwerer Schlepper gar nicht mehr gefahrlos einen Weinberg befahren konnte – Tragik ohne Ende, im Süden brennt es, im Norden kommen Sturzfluten durch die Flusstäler geschossen und reißen ganze Ortschaften mit sich. Leider wird der Juli 2021 immer im Gedächtnis bleiben, aber nicht, weil er so schön gewesen ist, sondern weil er Menschenleben und Existenzen gekostet hat!

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GREEN POWER!

Green Power – jetzt, Ende Juli zeigt sich langsam, wie die Rebstöcke sich entwickeln und man bekommt eine erste Ahnung, wo die Beeren Entwicklung hingehen könnte – natürlich immer vorausgesetzt, dass kein Hagel mehr kommt, dass genügend Regen fällt, dass es nicht zu heiß wird, dass kein Schädlingsbefall auftritt, dass….

Okay, ihr seht, doch noch ziemlich vage das Ganze. So war es auch bei uns im Juli, die Rebstöcke hatten sich vom großen Hagel zwar halbwegs erholt, aber dafür waren sie nun gefühlt ein bisschen „eingeschnappt“ – sie wollten irgendwie nicht richtig weiter wachsen und auch die Beeren haben nicht den Wachstumsverlauf genommen, den wir erwartet hätten. Vielleicht war es nur reiner Zufall, Mangelerscheinung, zu hohe Temperaturen, zu wenig Wasser, was auch immer, jedenfalls haben die Beeren in den betroffenen Weinbergen nicht mehr so richtig Fahrt aufgenommen beim Wachstum. Aber warten wir es ab, noch ist die Lese gute 60, 70 Tage entfernt, da kann noch viel passieren.

SOMMER!

Der Sommer ist gekommen, die Gescheine wachsen wunderbar und die Natur nimmt sich ihren Platz im Weinberg. Da wir uns ja auf die Fahnen geschrieben haben, dass wir BIO-Weine produzieren wollen und dieses Jahr auch das offizielle BIO-Siegel bekommen haben, freuen wir uns natürlich, dass im Weinberg das Gras, die Wicken und die Kräuter wachsen, das ergibt ein wunderbares Mikroklima und kann den Wein nur besser und charaktervoller machen. Das Wetter bislang war hervorragend, so dass wir kaum Pflanzenschutz betreiben mussten und trotzdem von den „üblichen Verdächtigen“ wie Peronospora (falscher Mehltau) und Oidium (echter Mehltau) verschont wurden. Jetzt geht es langsam in den Endspurt und wenn uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, dann wird es sicher ein toller Jahrgang und wir können tolle Beeren mit super Qualität lesen. Wir halten euch auf dem Laufenden…

 

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