DRAHTRAHMEN!

DRAHTRAHMEN – muss auch mal gewartet werden!

Nach dem Rebschnitt ist vor dem Binden, aber dazwischen müssen wir auch hin und wieder mal den Drahtrahmen ausbessern. Der Drahtrahmen wird über die Jahre natürlich nicht straffer, das sollte er aber sein, um die Ruten später sauber der Sonne entgegen wachsen zu lassen. Für uns nicht ganz so dramatisch, wenn die Ruten nicht kerzengerade nach oben streben, da wir ohnehin alles von Hand machen, aber nichts desto trotz müssen auch wir immer mal den Draht spannen, ersetzen oder reparieren. Hierfür gibt es die unterschiedlichsten Methoden, wir aber nutzen dafür einen Drahtverbinder, in den man rechts und links den Draht einschiebt, um ihn dann an der anderen Seite mit einer Spezialzange spannen zu können. Eine saubere, schnelle und perfekte Art und Weise den Drahtrahmen in Schuss zu halten.

SCHNITT!

SCHNITT – Der Rebschnitt ist geschafft

Auch unsere letzten Parzellen konnten wir nun diese Woche noch vollends schneiden – war ganz schön kalt und windig, aber es ist nun erledigt. In der Regel schneiden wir ja direkt nach Vollmond, wenn es möglich ist, da dies einfach der Physiologie, den biophysikalischen Vorgängen der Reben entgegenkommt und für vitalere Rebstöcke sorgt. Jetzt werden wir in den nächsten Tagen dann auch noch binden und dann kann der Frühling endlich durchstarten!

FUCHUR!

FUCHUR – Glücksdrache?!

Nochmals ein paar Impressionen von der Abfüllung.

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ABFÜLLUNG!

ABFÜLLUNG – Jahrgang 2021

Letzte Woche war es wieder einmal soweit, wir haben unseren Riesling ERSTLING Jahrgang 2021 abgefüllt. Wie die letzten Jahre auch immer wurde unser Wein bei unserem Freund Marcel Idler vom Weingut Idler in Strümpfelbach abgefüllt. Unser mobiler Weinabfüller Thomas Spies war auch wie immer besster Laune und hat uns mit allerlei Informationen bei Laune gehalten. Immerhin haben wir einen halben Tag abgefüllt, tausende von Flaschen in Boxen gestapelt, aber natürlich nicht nur unseren Riesling, es waren auch einige Weine von Marcel Idler dabei.

AUF FLASCHE!

AUF FLASCHE – das heißt, wir haben abgefüllt! Sowohl unser Blanc de Noirs vom Lemberger – NEULING – als auch unser Riesling trocken – ERSTLING – sind jetzt in der Flasche und warten nur noch darauf etikettiert und getrunken zu werden. Auch wenn wir durch den Hagel letzten Juni ca. 40% Einbußen hatten und auch die Rebstöcke nach diesem Hagel lange gebraucht haben, bis sie wieder „normal“ gewachsen sind, so sind wird doch mit der letztlich dabei herausgekommenen Qualität sehr zufrieden.

Was sich hinter dem letzten Bild verbirgt, das erzählen wir ein anderes Mal.

 

ABGEFÜLLT!

Abgefüllt – endlich haben wir unseren Riesling auf die Flasche gebracht. Wie geplant konnten wir im März den Riesling abfüllen – für uns ein Meilenstein! Aber ausruhen können wir uns nicht, zumal ja auch noch der Lemberger – Blanc de Noir irgendwann abgefüllt werden muss, aber das hat noch ein bisschen Zeit! Jetzt kümmern wir uns erst einmal um die Etiketten, Kartons, Geschenkboxen und was so alles noch benötigt wird.

DESIGN-DRINKING-PROCESS!

Der Design Drinking Process – was soll ich sagen, nachdem wir sehr lange nur halbherzig mit dem Thema Design und „wie sollen unsere Etiketten eigentlich aussehen“ gespielt haben, wurde es im Januar dann aber doch tatsächlich ernst und wir mussten uns zwingend notwendige Gedanken machen über das – wie wollen wir das Etikett gestalten?!

Der erste Ansatz war – wir wollen einzigartig sein!

Gut, das will sicher jedes Weingut, jeder Weinproduzent, aber wie wird man auf diesem hartumkämpften Markt einzigartig, wie gestaltet man eine Marke und ein Etikett, wenn man davon keine Ahnung hat? Also haben wir uns überlegt, wie wir in einer Weinhandlung einen Wein finden würden, wenn wir nur 30s Zeit haben uns alles anzuschauen. Genau, die Optik muss irgendwie knallen, ins Auge springen! Aber wie genau springt einem eine Flasche Wein ins Auge, wenn man nur kurz das Regal überfliegt? Anfangs hatten wir zarte graue Streifen im Blick, aber unsere ersten Entwürfe auf Büttenpapier mit einem Farbdrucker gedruckt und auf leere Flaschen aufgeklebt sahen dann doch eher mittelmäßig aus und hätten jetzt auch nicht unbedingt zum Einbrennen in die Netzhaut getaugt. Die Mehrzahl aller Etiketten ist schließlich weiß bzw. naturfarben als Grundton des Etiketts und da bringen graue Streifen auch keine wahnsinnige Coolness und Style rein. Was würde hängen bleiben – genau, rot oder schwarz, da würde man unweigerlich kurz innehalten und sich das Etikett anschauen!

Also, schon einmal einen Schritt weiter! Rot…rot sieht schon lässig aus, allerdings muss man dann genau auf den Farbton aufpassen, um nicht all zu sehr nach Hot-Glühwein-Punsch mit Kopfwehgarantie auszusehen und in welcher Farbe die Schrift dann gehalten sein muss…und überhaupt, wie soll das Schriftbild dann eigentlich aussehen?

Okay, schwarz! Schwarz oder dunkles grau haben per se ja schon einen gewissen Stylefaktor und gepaart mit einer weißen Schrift ist das immer zeitlos und irgendwie klassisch schön. Also, der Grundton des Etiketts war klar, 95%iges oder 100% schwarz soll es sein.  Jetzt also nur noch die Schrift…nur noch?! Okay, ich glaube, ich habe um die 200 Schrifttypen ausprobiert, teils dann auch wieder als Etikett ausgedruckt und aufgeklebt…es war zeitaufwändig und nervenaufreibend!

Aber auch die Schrift hatten wir dann irgendwann jetzt musste ja nur noch die Ausgestaltung stattfinden – äh, höre ich mich da sagen „nur noch“?! Gibt es ein einziges, die Flasche umspannendes Etikett, gibt es zwei Etiketten, was muss alles gesetzlich vorgeschrieben auf das Etikett, wo muss es hin und in welcher Größe und überhaupt…wie wollen wir den Wein eigentlich nennen? Nach dem ganzen Design Marathon kann man dann doch nicht einfach nur ein schnödes Eck & Simmerlein – Riesling trocken draufschreiben? Also, wieder zig Etiketten mit den unterschiedlichsten Weinbezeichnungen ausgedruckt und auf Flaschen geklebt…ohne Worte!

Sie sind geboren – ERSTLING unser Riesling trocken und NEULING unser Lemberger – Blanc de Noir…es war aber eine echt schwere Geburt!

FRÜHLINGSERWACHEN

Der Winter neigt sich dem Ende und die Reben müssen langsam auf das Frühjahr vorbereitet werden – das Schneiden und Binden der Reben steht an. Wir haben uns für einen radikalen Rückschnitt der teils mehrjährigen Zweistrecker Erziehung entschlossen – allerdings waren wir uns auch nicht sicher, ob uns das die Reben vielleicht doch übel nehmen, immerhin sind es Rebstöcke, die schon viele Jahre auf dem Buckel haben. Um es aber vorweg zu nehmen, jetzt, Ende Mai sehen alle Rebstöcke sehr gut aus und treiben hervorragend aus.