LESE 2025!

Ein Jahrgang voller Emotionen – September 2025

Manchmal schreibt der Weinberg seine eigenen Geschichten – und 2025 war eine davon. Bis Anfang September waren wir noch im Urlaub, haben die Sonne genossen und gleichzeitig aus der Ferne mitgezittert: Würden wir die Lese rechtzeitig schaffen? Bei vielen Kolleginnen und Kollegen war die Lese bereits in vollem Gange, während wir in der Ferne nur hoffen konnten, dass unsere Trauben durchhalten.

Der viele Regen Ende August machte alles anders. Für die Beeren in dieser sensiblen Phase war das wie ein Stresstest – und wir wussten: Jetzt zählt jede Stunde. Noch aus dem Urlaub heraus haben wir unsere Lesehelfer für den ersten Lesetag organisiert. Endlich zurück aus dem Urlaub mussten wir aber Entscheidungen treffen, die weh taten, denn der viele Regen hatte sein massiven Spuren hinterlassen: Unzählige Trauben blieben hängen, weil uns die Zeit davonlief.

Aber wir hatten Glück: Die Menge vollkommen gesunder Beeren war so groß, dass wir trotz allem ausreichend perfektes Lesegut einbringen konnten. Am 27.09. war die Lese abgeschlossen – der früheste letzte Lesetag bei uns überhaupt. Die hängengebliebenen etwa 50 %? Kein Grund zur Sorge. Qualität vor Quantität – und genau das haben wir erreicht.

Jetzt blicken wir voller Vorfreude auf die Weine dieses besonderen Jahrgangs. Ein Jahr, das uns gezeigt hat, wie eng Leidenschaft und Herausforderung zusammenliegen.

Bleibt gespannt – wir nehmen euch mit auf die Reise!

LESE 2024!

Lese 2024 – geschafft!

Es ist geschafft, die Lese 2024 ist in vollem Gange und wir haben Glück, immerhin gibt es etwas zu lesen und wir haben eine völlig motivierte Lese-Crew, da macht die Weinlese richtig Spaß! Lesezeit ist ohnehin die schönste Zeit im Jahr eines Winzers!

WINTERRUHE!

WINTERRUHE – Erholung für alle!

Es ist geschafft, die Lese ist im Keller, die Tanks sind gefüllt und die Maische arbeitet vor sich hin. Es war wieder einmal ein herausforderndes Jahr. Die Erträge sind, trotz der enormen Hitze und Trockenheit, sehr sehr gut und dennoch muss man abwarten. Die Trockenheit und die Hitze können den Hefen auf den Beeren ganz schön zu schaffen machen und die Gärung (spontan) durchaus auch noch beeinflussen – wir können es noch nicht vorhersagen, aber bislang sieht es sehr gut aus und hoffen wir, dass es so bleibt und wir einen „Jahrhundert“ Jahrgang in die Tanks, Fässer und Flaschen bringen werden. Jetzt dürfen sich aber unsere Weinberge erst einmal bis Anfang nächsten Jahres ausruhen und nochmals die schöne Herbstsonne genießen…bis bald!

OECHSLE!

GRAD OECHSLE – das Zauberwort

Das vermeintliche Zauberwort im Weinbau – Grad Oechsle, also der Zuckergehalt des Traubenmosts. Zwar ist der Zuckergehalt der Beeren ein Gradmesser für den möglichen Alkoholgehalt des fertigen Weines, aber nur einer von mehreren Faktoren für die Qualität eines Weines. Zu hohe Oechslegrade bringen meist nur recht hohe Alkoholgehalte oder aber Weine, die eine erhebliche Restsüße haben. Da die Qualität aber vor allem auch von der Säure und dem gesamten Zusammenspiel Zucker-Säure und vor allem dem PH-Wert abhängt ist das Linsen auf die Oechsle Grade eher zweitrangig. Ein schöner Riesling mit knackiger Frische und tollen Aromen braucht keine 9x°Oechsle bei der Lese. Gemessen wird der Zuckergehalt des Traubenmosts im Keller in der Regel mit einer Mostwaage, im Berg, um einen schnellen Überblick zu bekommen, nimmt man ein Refraktometer (siehe Bild), hier wird mittels der Lichtbrechung durch die Zuckerkristalle im Saft der Zuckergehalt gemessen.

Im Bild hier die 85°Oechsle sind von unserem Lemberger rund einen Monat vor der Lese aufgenommen, allerdings nur eine einzelne Beere, also nicht repräsentativ für den gesamten Weinberg.