GLÜCK!

GLÜCK – ist für uns, wenn unsere Rebstöcke im Frühjahr erwachen und wir wieder loslegen dürfen im Weinberg. Wir maulen zwar jedesmal, wenn die ganzen vielen Reben geschnitten werden müssen, was wir natürlich auch bei schlechtem Wetter machen, immerhin achten wir da sehr auf die Mondphasen und dann kann man sich das Wetter einfach nicht aussuchen, aber wir wollen euch ja schöne Bilder zeigen, weshalb wir die Bilder mit vermummten Menschen bei +5°C und Regen lieber nicht zeigen wollen…

Aber jetzt ist der Frühling da, die Reben schlagen richtig aus und wir müssen schon in die Planungen für den Pflanzenschutz gehen. Jetzt, da wir mittlerweile vier Weinberge bewirtschaften muss man sich hier tatsächlich ein wenig vorbereiten, was man wo und wieviel zum Pflanzenschutz einsetzen möchte. Da wir ausschließlich BIO zertifizierte Weinberge bewirtschaften bzw. in der Umstellung sind, sind natürlich auch die Pflanzenschutzmittel sehr begrenzt, die man zum Schutz einsetzen darf und da wir bereits im Winter unsere Spritzmittel bestellt haben, mittlerweile aber zwei weitere Weinberge dazu gekommen sind, muss man jetzt schon mal schauen, ob die Menge für die Saison ausreicht oder ob wir gegebenenfalls nochmals nachbestellen müssen. Auch wenn die Reben dieses Jahr ca. zwei bis drei Wochen später dran sind als letztes Jahr, so kommt der erste Termin zum Pflanzenschutz doch rasend schnell näher.

Falls ihr euch wundert, weil ihr auf den Bildern immer wieder Ruten seht, die senkrecht nach oben stehen – das sind noch unsere Frostruten, die wir zur Sicherheit haben stehen lassen. Falls – wie letztes Jahr  – späte Fröste kommen und unsere bereits gebundenen Ruten erfrieren lassen sollten, dann haben wir mit den Frostruten eine kleine Chance unter Umständen einen Totalausfall zu verhindern. Spätestens um die Eisheiligen herum aber werden die Frostruten geschnitten, damit die Rebstöcke ihre ganze Energie in die eigentlichen Fruchtruten stecken können.

 

DIE LIBELLE!

DIE LIBELLE – er sieht aus wie eine menschenfressende Riesen-Libelle (vielen Dank liebe Lilian) aus Frank Schätzings Roman „Die Tyrannei des Schmetterlings“ dabei ist es nur der Erdbohrer, den wir benötigen, um kaputte Rebstöcke im Weinberg zu ersetzen. Ich gebe es zu, ich „liebe“ diese Arbeit, wenn man den ca. 25kg schweren Bohrer den ganzen Tag in den Weinbergen rauf unter runter schleppen muss…da weiß man abends, was man geschafft hat! Die Bilder hier sind ja noch aus einem Weinberg mit moderater Steigung, in unserem Chardonnay Berg aber sah das schon anders aus…auch mein Gesichtsausdruck! Aber gut, das muss man ja nicht immer und jedes Jahr machen. Hoffen wir, dass die Reben gut anwachsen, dann hat sich der Aufwand ja schon gelohnt. Auf dem einen oder anderen Bild sieht man auch immer mal zwischen den Rebstöcken so grünliche Röhren – das sind die Rebschutztuben für die neu gesetzten Rebstöcke, um diese vor allerlei Gefahren zu schützen.

Man sieht, auch Heike ist geschafft vom setzen der Rebstöcke.